Zertifikatskurs: Systemisch Beraten. parisat

Zertifikatskurs in 5 Modulen. Von den Grundlagen bis zu den Konzepten, konkreten Methoden und Techniken systemischer Beratung. Angebotsrealisierung über parisat. Materialien zum Download für unsere TeilnehmerInnen:


Sicherungssysteme, präventive Maßnahmen und institutionelle Krisenintervention bei gewaltsamen Übergriffen von KlientInnen gegen MitarbeiterInnen im Beratungskontext.

 

MitarbeiterInnen sozialer und öffentlicher Einrichtungen im Kontext von Alg2, Grundsicherung sind oftmals in einem Kontext tätig, in dem Gewalt und Bedrohung durch KlientInnen wahrscheinlich und möglich sind (Frustration durch Versagung gewünschter Leistungen und Hilfen, psychisch kranke Menschen, „Milieu“, akute Klientenkrisen, Traumaerfahrungen der KlientInnen etc.). MitarbeiterInnen arbeiten oftmals auch allein in den Beratungsräumen und Leitungen haben nicht immer Klarheit darüber, welche Wege nötig und möglich sind, um ihre MitarbeiterInnen im Vorfeld und in der Akutsituation zu schützen. Zudem kennen nicht alle die Verfahren, die möglich und nötig sind, wenn eine Gefährdungs­situation eingetreten ist (wie z.B. Meldung an die Berufs­genossenschaften, gesetzlich-polizeiliche Inter­ventions­­möglich­keiten und Unter­­stützungs­angebote für Ihre betroffenen Mitarbeiter­­Innen vor Ort).

 

 In der Veranstaltung klären wir mit Ihnen das Gefährdungspotential Ihrer Einrichtung, informieren über „harte und weiche Sicherungssysteme“ und Verfahrens­weisen bei Eintritt einer akuten Gefährdungssituation


„Unsichtbare Mauern – Möglichkeiten und Chancen in der Arbeit mit frustrierten, wenig kooperativen oder/und unmotivierten KlientInnen“ Gesprächsführung in schwierigen Situationen im Kontext sozialer Arbeit. Verstehen der Dynamik in frustrierenden Situationen, Strategien der Deeskalation und Möglichkeiten der Entspannung der Situationen. Arbeit mit unmotivierten bzw. wenig kooperativen KlientInnen, Arbeit mit hoch frustrierten KlientInnen.

 

In vielen psychosozialen Arbeitsbereichen verstehen sich MitarbeiterInnen vor allem als Helfende und geraten dennoch gegenüber häufig nicht ganz freiwillig anwesenden KlientInnen in einen Zwiespalt zwischen helfender, sanktionierender oder kontrollierender Funktion. Die Vermittlung von KlientInnen in psychosoziale Hilfen erfolgt häufig durch Behörden, Ämter oder auch Gerichte, manchmal auch auf Druck bereits von KlientInnen genutzter Maßnahmen oder deren Familien. Eine Nicht-Teilnahme bedeutet für die KlientInnen dann zumeist Sanktionen (Entzug von finanziellen Mitteln, Entzug anderer Hilfeleistungen, Entzug von Erziehungs­verantwortung, Kürzungen von Leistungen der Jobcenter,  Agenturen, Renten­versicherungsträger oder Sozialämter, Entzug sozialer Unterstützung, etc.). „Helfer“ in sozialen Bereichen arbeiten zunehmend mit Menschen, die (scheinbar) nicht oder ambivalent motiviert sind.  Weiterhin müssen Helfer im direkten Kontakt -zumeist aus guten Gründen bzw. aufgrund institutioneller, rechtlicher, sozialpolitischer, finanzieller Grenzen- KlientInnen häufig auch in ihren primär geäußerten Wünschen frustrieren. (Hilfen können nicht gewährt werden, Versorgungswünsche nicht befriedigt, etc.)  KlientInnen können dann in Situationen geraten, in denen sie mit Frustration, Ärger, Wut oder auch Aggression umgehen müssen. Nicht immer gelingt es ihnen, angemessene Wege zu finden, teilweise werden KlientInnen sich beleidigend, aggressiv oder beschwerdend verhalten. Für die Helfer/ MitarbeiterInnen ist dies oftmals eine sehr herausfordernde Situation, da sie einerseits die kooperative konstruktive Beziehungs­basis mit den Betroffenen erhalten möchten, andererseits sich aber auch vor persönlichen Angriffen/Übergriffen schützen müssen.

In der zwei-tägigen Fortbildungsveranstaltung gehen wir auf folgende Themen ein:

 

  • Verstehen der Dynamik in frustrierenden Situationen
  • Gesprächsführung, Strategien der Deeskalation und Entspannung der Situationen
  • Zugänge zum Thema Motivation
  • Modelle und Methoden, mit unmotivierten und unfreiwilligen KlientInnen eine konstruktive Arbeitsbeziehung zu entwickeln.
  • Reflektion der eigenen Haltung als Helfer, Ressourcen der Einrichtung, persönliche und institutionelle Grenzen
  • Selbstschutz

Methodisch arbeiten wir interaktiv, handlungs- und praxisorientiert mit Vermittlung von theoretischen Grundlagen, Reflexionsrunden, praktischen Übungen und Erfahrungs­austausch. Wir arbeiten im Referententeam.

 


Konflikte als Lernchance – Einführung in das „systemische Konfliktmanagement“

Wenigen macht es Freude sich mit Konflikten zu beschäftigen, dennoch haben Konflikte und ihre Folgen einen erheblichen Einfluss auf eine erfolgreiche Gestaltung ihrer Arbeit. Laut einer Studie der Hochschule Regensburg werden zwischen 30- 50 Prozente der wöchentlichen Arbeitszeit von Führungskräften direkt oder indirekt mit Reibungsverlusten, Konflikten oder Konfliktfolgen verbracht. Ebenso sind die wirtschaftlichen Folgen enorm, die unmittelbar und mittelbar durch schwelende, ungelöste oder chronische Konflikte entstehen. Ein gutes Konfliktmanagement mit dem Ziel nachhaltiger, sinnvoller und integrativer Lösungen jedoch führt nachweislich zu mehr Effektivität, Zufriedenheit und damit besserer Leistungsfähigkeit.  Ein konstruktiver Umgang mit auftretenden Konflikten ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig. Diese betreffen auf der einen Seite die Institution und ihre Strukturen und auf der anderen Seite die unmittelbar von dem Konflikt betroffen Personen. Auf beide Seiten haben sie als Führungskraft Einfluss, den sie nutzen können um einen adäquaten Umgang mit Konflikten zu fördern.

 

Zielgruppe:                MitarbeiterInnen in Führungspositionen oder solche, die sich auf die Übernahme einer Führungsaufgabe vorbereiten.

Seminarziel:               Die Teilnehmenden lernen:

-        eine hilfreiche Haltung für die Klärung von Konflikten zu entwickeln,

-        die Grundlagen einer erfolgreichen Konfliktbearbeitung und

-        Strukturen in sozialen Systemen kennen, in denen Konflikte Entwicklung ermöglichen.

Seminarinhalte:

·         unterschiedliche Formen der Konfliktbearbeitung

·         Grundlagen des systemischen Konfliktmanagements

·         Systemische Grundlagen zur Kommunikation

·         die eigene Haltung zu Konflikten und ihrer Entstehung